Rezepte
Gebratener Fasan: klassisches Rezept
Klassisch zubereitet wird der Fasan gefüllt, mit Speck umwickelt und in der Pfanne gebraten. Schinken, Brötchen sowie Brühe oder Rotwein geben Füllung und Bratensaft eine herzhafte Tiefe.
- Zubereitung 1 Std. 25 Min.
- Portionen 4
- Wildart Fasan
Zutaten für 4 Portionen
- 1 Fasan
- Salz, Pfeffer
- 1 Brötchen
- 2 Scheiben gekochter Schinken
- 4 Scheiben geräucherter Speck
- 1/8 L Brühe oder Rotwein
- Sahne
- Bratfett
- Kalorien:
- 180-210 kcal
- Proteine:
- 20-24 g
- Fette:
- 9-12 g
- Kohlenhydrate:
- 3-5 g
Diese Daten sind Näherungswerte pro 100 g. Kaloriengehalt und Nährwert können je nach Rasse und Alter des Tieres sowie der Zubereitungsmethode variieren.
Gut zu wissen
Für dieses klassische Gericht benötigen Sie einen ganzen Fasan. Achten Sie darauf, dass er küchenfertig vorbereitet ist und aus heimischer Jagd stammt.
Fasan ist ausgesprochen mager, deshalb arbeitet das Rezept mit zwei Schutzschichten: Die Füllung aus Brötchen und Schinken hält den Vogel von innen feucht, die Speckscheiben schirmen die Brust gegen die Hitze der Pfanne ab. Wenn Sie hochwertiges Wildfleisch kaufen, bekommen Sie ein Geflügel mit zartem Fleisch und feinem Wildgeschmack, das ohne viel Beiwerk auskommt.
Aus der Wildküche
Zubereitung Schritt für Schritt
-
Fasan würzen
Den küchenfertigen Fasan kalt abspülen und innen wie außen mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen, denn nur trockene Haut wird beim Braten knusprig. Verbliebene Federkiele mit einer Pinzette ziehen und die Bauchhöhle auf Reste von Innereien oder Blut prüfen. Anschließend den Vogel innen und außen kräftig salzen und pfeffern und die Würze mit der Hand leicht in die Haut einreiben. Die Innenseite dabei nicht vergessen, weil die Füllung sonst später fad schmeckt.
-
Füllung zubereiten
Das Brötchen in lauwarmem Wasser einweichen, bis es weich ist, und danach kräftig ausdrücken, sodass es nur noch feucht und nicht mehr nass ist. Die 2 Scheiben gekochten Schinken klein schneiden und mit dem zerpflückten Brötchen zu einer gleichmäßigen Masse vermengen. Die Füllung locker in die Bauchhöhle des Fasans geben und nicht fest stopfen, weil sie sich beim Garen noch ausdehnt. Eine zu nasse Füllung macht das Fleisch von innen dampfig, deshalb lieber etwas trockener arbeiten.
-
Fasan verschließen
Die Bauchöffnung mit einem großen Spieß zusammenstecken oder mit Küchengarn vernähen, damit die Füllung während des Bratens im Vogel bleibt. Anschließend die Keulen mit Garn eng an den Körper binden und die Flügelspitzen unter den Rücken klappen. Der so geformte, kompakte Körper gart gleichmäßiger, und abstehende Teile verbrennen nicht. Das Garn straff, aber nicht einschneidend führen, sonst reißt die Haut beim Zusammenziehen ein.
-
Mit Speck umwickeln und braten
Die 4 Scheiben geräucherten Speck über Brust und Keulen legen und mit Küchengarn fixieren, sodass sie flach anliegen und sich nicht wellen. Bratfett in einer schweren Pfanne erhitzen, bis es nicht mehr schäumt, dann den Fasan hineinlegen und bei mittlerer Hitze rundum braten. Den Vogel dabei mehrmals wenden und immer wieder mit dem Fett aus der Pfanne übergießen, damit das magere Fleisch saftig bleibt. Der Speck schützt die Brust vor dem Austrocknen und gibt zugleich Rauchgeschmack ab; er darf kräftig bräunen, aber nicht schwarz werden.
-
Speckscheiben entfernen
Kurz vor Ende der Bratzeit lassen sich die Speckscheiben abnehmen, damit die Brusthaut noch Farbe bekommt und knusprig wird. Dazu das Küchengarn durchschneiden und den Speck vorsichtig abziehen, ohne die Haut mitzureißen. Danach den Fasan noch einige Minuten weiterbraten und aufmerksam beobachten, weil die nun freiliegende Haut schnell dunkel wird. Wer den Speck lieber weich mag, kann ihn auch bis zum Schluss auf dem Vogel lassen und später mitservieren.
-
Soße bereiten
Den fertigen Fasan aus der Pfanne nehmen, warm stellen und das überschüssige Fett abgießen, sodass nur der braune Bratensatz zurückbleibt. Die Pfanne zurück auf die Platte stellen, 1/8 L Brühe oder Rotwein angießen und den Satz mit einem Holzlöffel vom Boden lösen, bis sich alles Braune gelöst hat und die Flüssigkeit dunkel ist. Diese kurz einkochen lassen, dann die Sahne einrühren und die Soße bei mittlerer Hitze sämig werden lassen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Soße nicht sprudelnd kochen, weil sie sonst ausflocken kann.
Noch besser genießen
Tipps & Beilagen
Die Brust ist schneller gar als die Keulen, deshalb den Vogel zuerst auf den Keulenseiten braten und ihn erst gegen Ende auf den Rücken drehen. Zu Salzkartoffeln oder Püree passt die Sahnesoße gut, ein Blattsalat gleicht die Würze von Speck und Schinken aus.
Im Glas harmoniert ein trockener Riesling.