Rezepte
Pikante Wildtaubensuppe
Wildtauben bilden die aromatische Grundlage dieser pikanten Suppe. Champignons, Möhren, Zwiebel und Wildgewürz sorgen für Tiefe und eine angenehm kräftige Würze.
- Zubereitung 2 Std. 25 Min.
- Portionen 4
- Wildart Wildtaube
Zutaten für 4 Portionen
- 3 - 4 Wildtauben
- Salz
- 1 - 2 Möhren
- ca. 200 g Champignons
- 1 Zwiebel
- Wildgewürz
- Petersilie
- Muskat
- Paprika, edelsüß
- Liebstöckel
- 2 EL Kartoffelstärke
- 2 - 3 Eier oder Sahne
- 1/8 L Rotwein oder 2 EL Ebereschengelee
- Kalorien:
- 70-95 kcal
- Proteine:
- 7-9 g
- Fette:
- 3-5 g
- Kohlenhydrate:
- 3-5 g
Diese Daten sind Näherungswerte pro 100 g. Kaloriengehalt und Nährwert können je nach Rasse und Alter des Tieres sowie der Zubereitungsmethode variieren.
Gut zu wissen
Wildtaube ist ein kleiner Vogel mit dunklem, kräftigem Fleisch, das für sich allein wenig hergibt; deshalb wird sie hier zur Suppe verarbeitet, in der Fleisch, Knochen und Sud gemeinsam den Geschmack tragen. Gebunden wird die Suppe mit Stärke und Ei statt mit einer Mehlschwitze, deshalb bleibt sie hell und schmeckt nach Sud. Als Vorspeise reicht eine kleine Tasse, weil Wildaroma und Würze sehr kräftig sind. Wenn Sie Wildfleisch bestellen möchten, achten Sie darauf, dass die Tauben aus freier Wildbahn stammen und fachgerecht verarbeitet wurden.
Aus der Wildküche
Zubereitung Schritt für Schritt
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Tauben aufsetzen
Die ausgenommenen Wildtauben innen und außen kalt abspülen und dabei nach Federkielen und Schrotresten absuchen. Die Tauben in einen großen Topf legen, mit kaltem Wasser bedecken und salzen. Alles langsam zum Kochen bringen, denn der kalte Ansatz löst mehr Aroma aus Fleisch und Knochen als heißes Wasser. Sobald sich grauer Schaum an der Oberfläche sammelt, diesen abschöpfen, damit der Sud klar bleibt.
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Tauben gar kochen
Die Hitze so weit zurücknehmen, dass der Sud nur leise siedet und nicht sprudelnd kocht. Je nach Alter der Tauben 1 bis 2 Stunden gar kochen, junge Tiere brauchen deutlich weniger Zeit als ältere. Das Fleisch ist gar, wenn es sich mit der Gabel ohne Widerstand von den Knochen ziehen lässt. Bei zu starkem Kochen wird der Sud trüb und das Fleisch trocken und faserig.
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Möhren zugeben
Die Möhren schälen und in gleichmäßige Scheiben oder kleine Würfel schneiden. Nach einer Stunde Kochzeit die zerkleinerten Möhren in den Sud geben und mitgaren. Sie kommen bewusst später dazu, weil sie sonst zerfallen und ihr Aroma an das Kochwasser verlieren. Die Möhren sind fertig, wenn sie sich mit der Messerspitze leicht einstechen lassen, ohne auseinanderzufallen.
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Fleisch ablösen
Die Tauben mit einer Schaumkelle aus dem Topf heben und so weit abkühlen lassen, dass sie sich anfassen lassen. Das Fleisch mit den Fingern von den Knochen lösen, dabei auf kleine Knochensplitter achten, und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Champignons putzen und ebenfalls klein schneiden, die Zwiebel schälen und fein hacken. Fleisch, Pilze und Zwiebel zurück in den Sud geben und alles wieder erhitzen.
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Suppe würzen
Wildgewürz, Petersilie und Liebstöckel sowie je etwas gemahlenen Muskat und edelsüßen Paprika zugeben. Das Ganze gut durchkochen lassen, damit sich die Gewürze mit dem Sud verbinden und die Zwiebel weich wird. Zwischendurch abschmecken und lieber in kleinen Mengen nachwürzen, da Muskat und Wildgewürz schnell dominieren. Die Würze stimmt, wenn die Suppe kräftig und pikant schmeckt, ohne dass ein einzelnes Gewürz hervorsticht.
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Suppe andicken
Die Kartoffelstärke in einer Tasse mit etwas kaltem Wasser glatt anrühren, damit sie sich später klumpenfrei verteilt. Nach Belieben 2 bis 3 rohe Eier oder Sahne unter die angerührte Stärke verquirlen. Den Topf von der stärksten Hitze nehmen und die Mischung unter ständigem Rühren langsam einlaufen lassen, bis die Suppe sichtbar sämiger wird; in sprudelnd kochender Suppe gerinnen die Eier sofort. Wird die Stärke trocken eingestreut oder werden die Eier unverquirlt zugegeben, bilden sich Klumpen und Eiflocken.
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Suppe verfeinern
Die Suppe zum Schluss je nach Geschmack mit dem Rotwein oder mit dem Ebereschengelee verfeinern. Beides zunächst nur teilweise zugeben, umrühren und abschmecken, denn die herbe Frucht wirkt schnell sehr kräftig. Das Gelee löst sich am besten, wenn es in die noch heiße Suppe eingerührt wird. Danach nicht mehr sprudelnd kochen, damit Farbe und Aroma erhalten bleiben.
Noch besser genießen
Tipps & Beilagen
Die Eier oder die Sahne erst bei abgeschalteter Hitze einrühren, sonst gerinnt die Suppe. Die Tauben lassen sich gut schon am Vortag kochen; aus dem kalten Sud lässt sich das Fett dann mit einem Löffel leicht abnehmen.
Wer die Suppe kräftiger mag, lässt den Sud vor dem Andicken offen etwas einkochen. Dazu passt geröstetes Weißbrot.