Rezepte
Rehmedaillons in Pilz-Sahne-Soße
Rehmedaillons werden kurz und schonend gebraten, damit sie innen saftig bleiben. Getrocknete Pilze, Schalotte, Knoblauch und Sahne ergeben dazu eine aromatische Sauce.
- Zubereitung 20 Min.
- Portionen 4
- Wildart Reh
Zutaten für 4 Portionen
- 8 Rehmedaillons
- 50 g getrocknete Pilze
- 1 EL Butter
- Salz, Pfeffer aus der Mühle
- 1 Schalotte, gewürfelt
- 1 Knoblauchzehe, gehackt
- 200 ml Wildfond
- 100 ml Weißwein
- 150 ml Sahne
- ½ TL Rosmarinnadeln, gehackt
- Kalorien:
- 160-190 kcal
- Proteine:
- 20-23 g
- Fette:
- 7-10 g
- Kohlenhydrate:
- 1-2 g
Diese Daten sind Näherungswerte pro 100 g. Kaloriengehalt und Nährwert können je nach Rasse und Alter des Tieres sowie der Zubereitungsmethode variieren.
Gut zu wissen
Medaillons werden quer aus dem Rehrücken geschnitten, dem zartesten Stück des Tieres. Das Fleisch enthält kaum Fett und verträgt deshalb nur kurze Hitze; wer es durchbrät, macht es unweigerlich trocken. Getrocknete Pilze sind hier bewusst gewählt, denn beim Trocknen konzentriert sich ihr Aroma deutlich stärker als bei frischen. Reh schmeckt fein und wenig streng – ein guter Einstieg für alle, die zum ersten Mal Wild zubereiten. Bei Wald zu Tisch können Sie Wildfleisch kaufen, das nachhaltig gewonnen und frisch verarbeitet wird.
Aus der Wildküche
Zubereitung Schritt für Schritt
-
Pilze einweichen
Die getrockneten Pilze in eine ausreichend große Schüssel geben und mit lauwarmem Wasser bedecken, sodass sie vollständig unter der Flüssigkeit liegen. Die Pilze 20 Minuten einweichen, bis sie sich weich und biegsam anfühlen und beim Zusammendrücken keinen harten Kern mehr haben. Lauwarmes und nicht heißes Wasser verwenden, weil die Pilze so gleichmäßig quellen und ihr Aroma behalten. Der häufigste Fehler ist eine zu kurze Einweichzeit, denn Pilze mit hartem Kern bleiben später auch in der Soße zäh.
-
Medaillons anbraten
Die Rehmedaillons trocken tupfen und von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen. Die Butter in einer Pfanne erhitzen, bis das Schäumen nachlässt, dann die Medaillons mit etwas Abstand einlegen und kurz von beiden Seiten anbraten, bis sie außen braun sind und sich ohne Widerstand vom Pfannenboden lösen. Die Medaillons anschließend in Alufolie wickeln und warm stellen, damit sie schonend nachziehen und der Fleischsaft sich im Inneren verteilt. Die Pfanne dabei nicht überfüllen, denn wenn die Stücke zu eng liegen, tritt Saft aus und das Fleisch gart, statt zu braten.
-
Schalotte andünsten
Die gewürfelte Schalotte und die gehackte Knoblauchzehe in den heißen Bratensatz derselben Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze unter Rühren andünsten, bis die Schalottenwürfel glasig und durchscheinend sind und der Knoblauch deutlich duftet. Der braune Bratensatz vom Fleisch löst sich dabei durch die Feuchtigkeit des Gemüses vom Boden und gibt der späteren Soße Farbe und Tiefe. Die Hitze nicht zu hoch stellen, denn dunkel gebratener Knoblauch wird bitter, und dieser Geschmack lässt sich später nicht mehr korrigieren.
-
Pilze zugeben
Die eingeweichten Pilze aus dem Wasser nehmen, leicht ausdrücken und auf einem Brett klein schneiden. Die Pilze zu Schalotte und Knoblauch in die Pfanne geben, salzen und pfeffern. Nun auf höchster Stufe erhitzen und dabei rühren, bis die austretende Flüssigkeit verdampft ist und die Pilze in der Pfanne hörbar zu brutzeln beginnen. Dieses kurze Anrösten verstärkt das Pilzaroma, während nass zugegebene Pilze nur dünsten und fad bleiben.
-
Ablöschen und einkochen
Die Pfanne mit dem Weißwein ablöschen und mit einem Holzlöffel über den Boden schaben, bis sich der braune Bratensatz vollständig gelöst hat. Anschließend den Wildfond angießen und die Flüssigkeit offen auf ca. 100 ml einkochen lassen. Der Ansatz ist so weit, wenn die Flüssigkeit sichtbar weniger geworden ist, zähflüssiger vom Löffel läuft und kräftig nach Wein und Fond duftet. Wird das Einkochen zu früh abgebrochen, bleibt die Soße dünn und bindet auch mit Sahne nicht mehr richtig.
-
Soße vollenden
Die gehackten Rosmarinnadeln und die Sahne in die eingekochte Flüssigkeit rühren. Die Soße so lange kräftig kochen lassen, bis sie leicht bindet und den Rücken eines Löffels mit einem dünnen Film überzieht. Dabei gelegentlich umrühren, damit die Sahne am Pfannenboden nicht ansetzt und braune Flocken bildet. Zum Schluss nach Belieben mit Salz und Pfeffer abschmecken und dabei berücksichtigen, dass die Soße durch das Einkochen schon viel Würze mitbringt.
Noch besser genießen
Tipps & Beilagen
Das Einweichwasser der Pilze nicht wegschütten: Durch ein feines Sieb gegossen, gibt es der Soße zusätzliches Aroma. Den Saft, der sich in der Alufolie sammelt, zum Schluss in die Soße rühren.
Als Beilage passen Spätzle oder Semmelknödel, dazu ein trockener Spätburgunder.