Rezepte
Wildschwein-Koteletts mit Kartoffelrösti
Wildschweinkoteletts werden kräftig angebraten und mit goldbraunem Kartoffelrösti sowie Bohnen serviert. Die klassischen Beilagen machen daraus ein ausgewogenes Hauptgericht.
- Zubereitung 55 Min.
- Portionen 4
- Wildart Wildschwein
Zutaten für 4 Portionen
- 8 Koteletts vom Wildschwein, möglichst vom Frischling oder Überläufer
- Öl
- 750 g Kartoffeln
- 3 Schalotten
- Mehl
- Knoblauch nach Geschmack
- Muskat
- Salz
- Pfeffer
- Bohnenkraut
- 300 g grüne Schnittbohnen
- 4 Scheiben durchwachsener Speck
- 1 Glas Preiselbeeren
- Kalorien:
- 160-190 kcal
- Proteine:
- 11-14 g
- Fette:
- 6-9 g
- Kohlenhydrate:
- 10-14 g
Diese Daten sind Näherungswerte pro 100 g. Kaloriengehalt und Nährwert können je nach Rasse und Alter des Tieres sowie der Zubereitungsmethode variieren.
Gut zu wissen
Koteletts vom Frischling oder Überläufer eignen sich hier am besten: Junge Tiere haben helleres, milderes Fleisch, und der Knochen hält es beim Braten saftig. Wildschwein aus heimischer Jagd schmeckt kräftiger und nussiger als Fleisch vom Hausschwein, weil die Tiere sich frei bewegen und von Eicheln, Bucheckern und Wurzeln leben.
Statt der Bohnen passen auch Wald- oder Edelpilze, etwa Kräuterseitlinge oder Champignons, in Butter mit Schalotten und Knoblauch geschwenkt. Bei Wald zu Tisch können Sie hochwertiges Wildfleisch bestellen.
Aus der Wildküche
Zubereitung Schritt für Schritt
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Schalotten würfeln
Die Schalotten pellen und die trockene Außenhaut vollständig entfernen. Jede Schalotte halbieren, mit der Schnittfläche nach unten auf das Brett legen und zuerst längs, dann quer in kleine Würfel schneiden. Die flache Auflage gibt Halt und macht den Schnitt sicherer als das Schneiden der runden Schalotte. Die Würfel möglichst gleichmäßig klein halten, denn große Stücke garen langsamer und bleiben hart.
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Kartoffelmasse abschmecken
Die Kartoffeln schälen, kurz abspülen und auf der groben Seite der Reibe raspeln. Die Raspel in einem Tuch oder mit den Händen kräftig ausdrücken, damit möglichst viel Wasser austritt. Die Masse anschließend mit Muskat, Pfeffer und Salz abschmecken und gut durchmischen. Ist die Masse zu feucht, etwas Mehl hinzufügen, bis sie sich zusammendrücken lässt und nicht mehr tropft. Eine zu nasse Masse ist der häufigste Grund dafür, dass Rösti später zerfallen statt knusprig zu werden.
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Bohnen in Speck wickeln
Die grünen Schnittbohnen abbrausen, die Enden abschneiden und in vier gleich große Portionen teilen. Jede Portion zu einem Bündel zusammenlegen und mit einer Scheibe durchwachsenem Speck straff umwickeln. Der Speck soll das Bündel eng zusammenhalten, notfalls das Ende mit einem Zahnstocher feststecken. Die Bündel mit der Nahtstelle nach unten ablegen, dann lösen sie sich beim Garen nicht auf.
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Gemüsebrühe erhitzen
In einem Topf, der die vier Bündel nebeneinander aufnehmen kann, Gemüsebrühe erhitzen. Die Brühe soll die Bündel später knapp bedecken, deshalb die Menge am Topfdurchmesser ausrichten. Die Flüssigkeit nur bis kurz unter den Siedepunkt bringen, damit die Bohnen später sanft ziehen und nicht zerkochen. Nach Geschmack etwas Bohnenkraut in die Brühe geben, es passt zu grünen Bohnen und würzt sie von innen.
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Koteletts scharf anbraten
Den Ofen auf 160 °C vorheizen und in einer schweren Pfanne das Öl erhitzen. Die Koteletts trocken tupfen, salzen, pfeffern und erst dann in die heiße Pfanne legen. Von beiden Seiten scharf anbraten, bis sich eine gleichmäßig braune Kruste gebildet hat und das Fleisch sich von selbst vom Pfannenboden löst. Die Koteletts nicht zu dicht nebeneinander legen, sonst sinkt die Temperatur und das Fleisch zieht Wasser.
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Im Ofen garen
Die Koteletts anschließend in den vorgeheizten Ofen schieben und in 5 bis 8 Minuten garen. Dünne Koteletts brauchen eher die kürzere, dickere eher die längere Zeit. Das Fleisch ist fertig, wenn es auf Fingerdruck federnd nachgibt und der austretende Saft klar ist. Wildschwein soll durchgegart, aber nicht trocken sein, deshalb die Koteletts nicht länger als nötig im Ofen lassen.
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Bohnenbündel garen
Die Bohnenbündel vorsichtig in die heiße Gemüsebrühe legen, sodass sie nebeneinander liegen und knapp bedeckt sind. Die Brühe dabei nur leise sieden lassen, damit der Speckmantel nicht aufreißt. Die Bündel sind gar, wenn sich die Bohnen mit der Gabelspitze leicht einstechen lassen und noch grün und bissfest wirken. Zum Herausnehmen eine Schaumkelle verwenden und die Bündel kurz abtropfen lassen.
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Kartoffelrösti herstellen
Aus der Kartoffelmasse vier gleich große Portionen abnehmen und diese in heißem Öl zu flachen Rösti ausdrücken. Die Rösti nur einmal wenden und erst dann bewegen, wenn der Rand goldbraun ist und sich der Boden vom Pfannenboden löst. Fertig sind sie, wenn sie außen knusprig sind und beim Anheben hörbar zischen. Die Rösti kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm stellen, damit sie nicht durchweichen. Zu dick geformte Rösti bleiben innen roh, deshalb die Masse flach ausdrücken.
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Anrichten
Die Teller kurz mit heißem Wasser ausspülen oder im ausgeschalteten Ofen vorwärmen, damit das Gericht länger warm bleibt. Auf jeden Teller ein Rösti, zwei Koteletts und ein Bohnenbündel legen. Die Preiselbeeren aus dem Glas in kleinen Schälchen oder als Klecks daneben reichen. Alles zügig servieren, denn die Rösti verlieren ihre Knusprigkeit schnell.
Noch besser genießen
Tipps & Beilagen
Die Koteletts nach dem Ofen einige Minuten ruhen lassen, dann verteilt sich der Fleischsaft wieder gleichmäßig. Für die Rösti eignen sich festkochende Kartoffeln besser als mehlige, weil die Raspel zusammenhalten und weniger Wasser ziehen.
Zu den Speckbohnen und den Preiselbeeren passt ein trockener Riesling oder ein leichter Rotwein.