Rezepte
Rehfrikadellen mit Schafskäse
Würziges Rehhackfleisch wird mit Schafskäse und frischem Rosmarin zu saftigen Frikadellen geformt. Das Rezept eignet sich für die Pfanne ebenso wie für ein rustikales Wildmenü.
- Zubereitung 30 Min.
- Portionen 6
- Wildart Reh
Zutaten für 6 Portionen
- 1 kg frisches Hack vom Reh
- (oder auch von anderem Wildbret)
- 1 fein geschnittene, große Zwiebel
- 1 TL Gulaschgewürz (oder Paprikapulver)
- 1 TL Salz
- Pfeffer
- Pilzpulver
- 3-4 TL Senf
- klein geschnittener, frischer Rosmarin
- 150 g klein geschnittener Schafskäse
- 2 eingeweichte und ausgedrückte Brötchen
- 2 Eier
- Semmelbrösel
- Kalorien:
- 200-230 kcal
- Proteine:
- 19-22 g
- Fette:
- 11-14 g
- Kohlenhydrate:
- 6-8 g
Diese Daten sind Näherungswerte pro 100 g. Kaloriengehalt und Nährwert können je nach Rasse und Alter des Tieres sowie der Zubereitungsmethode variieren.
Gut zu wissen
Wildhack ist deutlich magerer als Hack vom Schwein oder Rind, und genau das macht es beim Braten empfindlich: Ohne Bindung würde die Masse trocken und bröselig. Eingeweichte Brötchen und Eier halten den Saft im Inneren, der Schafskäse tut dasselbe von innen heraus.
Wer eine größere Menge macht, formt die Frikadellen roh vor und friert sie portionsweise ein. Wenn Sie Wildfleisch bestellen, fragen Sie nach Wildhack vom Reh oder lassen Sie sich Abschnitte zu Hack verarbeiten.
Aus der Wildküche
Zubereitung Schritt für Schritt
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Zutaten vermischen
Das frische Rehhack in eine große Schüssel geben und die fein geschnittene Zwiebel, das Gulaschgewürz, Salz, Pfeffer, Pilzpulver, den Senf und den frischen Rosmarin dazugeben. Die eingeweichten und gut ausgedrückten Brötchen zerpflücken und zusammen mit dem klein geschnittenen Schafskäse und den Eiern zufügen. Alles mit den Händen gründlich vermischen, bis die Masse gleichmäßig ist, zusammenhält und sich vom Schüsselrand löst. Nicht länger kneten als nötig, denn sonst wird die Masse schmierig und die Frikadellen später fest.
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Frikadellen formen
Die Hände anfeuchten, damit die Masse nicht klebt, und daraus kleine, möglichst gleich große Frikadellen formen. Jede Kugel leicht flach drücken, so dass sie in der Mitte nicht dicker ist als am Rand und gleichmäßig durchgart. Die Frikadellen anschließend rundum in Semmelbröseln wenden und überschüssige Brösel abklopfen. Unterschiedlich große Frikadellen sind hier der häufigste Fehler, weil die kleinen trocken sind, bevor die großen gar werden.
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Knusprig braten
Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen, bis es leise zischt, sobald ein Semmelbrösel hineinfällt. Die Frikadellen mit etwas Abstand einlegen und bei mittlerer Hitze knusprig braun braten, dann vorsichtig wenden. Zu heißes Fett verbrennt die Panade, bevor das Hack innen gar ist; eine zu voll gepackte Pfanne lässt die Frikadellen dünsten statt braten. Sie sind fertig, wenn die Kruste gleichmäßig braun ist und beim Einstechen klarer Saft austritt.
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Alternativ grillen
Die Frikadellen lassen sich ebenso gut auf dem Grill zubereiten. Dafür den Rost gut einfetten und die Frikadellen erst auflegen, wenn die Kohle von einer grauen Ascheschicht bedeckt ist. Auf dem Rost brauchen sie mehr Halt als in der Pfanne, deshalb die Masse beim Formen fester zusammendrücken und die Frikadellen nur einmal wenden. Über direkter Flamme verbrennt die Panade; mittlere und eher indirekte Hitze ist die bessere Wahl.
Noch besser genießen
Tipps & Beilagen
Den Schafskäse nicht zu fein würfeln, dann bleibt er beim Braten als weiche Einlage erkennbar, statt in der Masse zu verschwinden. Ein kleines Probeklößchen anbraten hilft beim Abschmecken der Gewürze.
Dazu passen Kartoffelsalat oder Bauernbrot und ein kräftiger Senf.