Rezepte

Gegrilltes Rehschnitzel

Ein einfaches Wildrezept für den Grill: Dünne Rehschnitzel werden mit Öl, Salbei und Gewürzen vorbereitet und kurz gegrillt. So entstehen kräftige Röstaromen, ohne das magere Fleisch auszutrocknen.

  • Zubereitung 30 Min.
  • Portionen 4
  • Wildart Reh
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Wildrezept: Gegrilltes Rehschnitzel

Zutaten für 4 Portionen

  • 4 Rehschnitzel à 125 g
  • 4 EL Öl
  • ½ TL Salbei
  • ½ TL grob gemahlener, schwarzer Pfeffer
  • ½ TL Paprikapulver
  • 1 gestr. TL Glutamat
  • 1 gestr. TL Salz
  • 80 g Kräuterbutter
  • 4 Birnenhälften aus der Dose
  • 4 EL Preiselbeerkompott
  • 4 Walnusskerne
Kalorien:
220-250 kcal
Proteine:
14-16 g
Fette:
14-17 g
Kohlenhydrate:
6-8 g

Diese Daten sind Näherungswerte pro 100 g. Kaloriengehalt und Nährwert können je nach Rasse und Alter des Tieres sowie der Zubereitungsmethode variieren.

Gut zu wissen

Dazu passen überbackenes Kartoffelpüree oder Kartoffelkroketten und ein Rotwein. Rehschnitzel sind sehr mager und haben kaum Fett, das sie auf dem Rost schützt; deshalb entscheidet die kurze Grillzeit über das Ergebnis und nicht die Würzung.

Bei Wald zu Tisch können Sie Wildfleisch kaufen, das direkt von erfahrenen Jägern stammt und sorgfältig verarbeitet wird. Reste schmecken am nächsten Tag kalt aufgeschnitten zum Salat besser, als sie noch einmal zu erhitzen: Beim Aufwärmen wird das magere Fleisch schnell zäh.

Aus der Wildküche

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Gewürzmischung anrühren

    Öl, Salbei, Pfeffer, Paprikapulver, Glutamat und Salz in einer kleinen Schüssel mit einer Gabel zu einer Würzpaste verrühren. Dabei zuerst die trockenen Gewürze zusammenschütten und erst danach das Öl zugeben, damit sich keine Klümpchen bilden. Die Mischung ist fertig, wenn das Paprikapulver das Öl gleichmäßig rot färbt und keine trockenen Gewürznester mehr am Schüsselrand kleben. Das Öl trägt die Aromen später in die Fleischoberfläche und schützt das magere Rehfleisch auf dem Rost vor dem Austrocknen.

  2. Schnitzel marinieren

    Die Rehschnitzel zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie legen und mit der flachen Seite eines Fleischklopfers oder einer schweren Pfanne nur leicht klopfen, bis sie gleichmäßig dick sind. Zu kräftiges Klopfen zerreißt die Fasern des mageren Fleisches und lässt später Saft austreten, deshalb genügen wenige gleichmäßige Schläge. Anschließend beide Seiten mit einem Pinsel dünn und lückenlos mit der Gewürzmischung bestreichen. Die Schnitzel danach 10 Minuten ziehen lassen, damit Salz und Gewürze in die Oberfläche einziehen können.

  3. Schnitzel grillen

    Den Rost des vorgeheizten Grills mit etwas Öl einreiben, damit das magere Fleisch nicht festklebt. Die Schnitzel auflegen und 4 Minuten grillen; sie sollen beim Auflegen hörbar zischen, denn nur auf heißem Rost entstehen Röstaromen statt grauer Kochränder. Das Fleisch dabei nur einmal wenden und nicht mit der Gabel einstechen, weil sonst Fleischsaft verloren geht. Die fertigen Schnitzel sofort auf vorgewärmte Teller legen, damit sie auf dem Weg zum Tisch nicht auskühlen.

  4. Kräuterbutter auflegen

    Die Kräuterbutter mit einem Messer in vier gleich große Stücke teilen; ein kurz in heißes Wasser getauchtes Messer schneidet die kalte Butter sauber durch. Je ein Stück mittig auf ein heißes Schnitzel legen. Die Butter soll dort langsam zerlaufen und einen glänzenden Film über das Fleisch ziehen. Deshalb die Butter erst kurz vor dem Servieren auflegen und nicht schon auf dem Grillrost schmelzen lassen.

  5. Birnen füllen und anrichten

    Die Birnenhälften aus der Dose nehmen und mit der Wölbung nach unten kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen, damit später kein Sirup auf den Teller läuft. Die Mulde jeder Hälfte gleichmäßig mit dem Preiselbeerkompott füllen. Auf jede gefüllte Birne einen Walnusskern setzen. Die Birnen neben das Fleisch legen und alles sofort servieren, solange die Kräuterbutter noch zerläuft.

Noch besser genießen

Tipps & Beilagen

Die Schnitzel sollten gleichmäßig dünn geklopft sein, damit die vier Minuten auf dem Rost ausreichen; länger gegrillt wird das magere Rehfleisch trocken. Wer keinen Grill hat, brät die Schnitzel in einer sehr heißen Pfanne.

Zu Kartoffelkroketten und der Preiselbeer-Birne passt ein trockener Spätburgunder.

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