Rezepte

Wildschweinleber mit Äpfeln

Wildschweinleber wird kurz gebraten und mit Zwiebeln sowie säuerlichen Äpfeln kombiniert. Apfelmus und Wildsauce runden das kräftige Innereiengericht fruchtig ab.

  • Zubereitung 35 Min.
  • Portionen 4
  • Wildart Wildschwein
Wildschwein-Filet kaufen
Wildrezept: Wildschweinleber mit Äpfeln

Zutaten für 4 Portionen

  • 800 g küchenfertige Wildschweinleber
  • 1 Zwiebel
  • 3-4 säuerliche Äpfel
  • 2-3 EL Butterschmalz
  • 4-5 EL Apfelmus
  • 250 ml gebundene Wildsauce
  • 250 ml Sahne
  • Speisestärke
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Becher Schmand
  • Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • evtl. Tomatenecken zum Garnieren
Kalorien:
170-200 kcal
Proteine:
15-18 g
Fette:
9-12 g
Kohlenhydrate:
4-6 g

Diese Daten sind Näherungswerte pro 100 g. Kaloriengehalt und Nährwert können je nach Rasse und Alter des Tieres sowie der Zubereitungsmethode variieren.

Gut zu wissen

Dieses Rezept zeigt, wie harmonisch sich kräftige Wildaromen mit der feinen Süße von Äpfeln verbinden lassen. Wer Lust bekommen hat, die Wildküche weiter zu entdecken, kann bei Wald zu Tisch ganz einfach Wildfleisch bestellen – frisch, regional und aus nachhaltiger Jagd. So holen Sie sich das volle Aroma des Waldes direkt in Ihre eigene Küche.

Aus der Wildküche

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Leber vorbereiten

    Die küchenfertige Wildschweinleber kurz unter fließendem Wasser abbrausen und anschließend mit Küchenpapier rundum trockentupfen. Nur eine wirklich trockene Oberfläche bräunt später in der Pfanne, feuchte Leber zieht dagegen Wasser und wird grau. Die Leber danach mit einem scharfen, glatten Messer in gleichmäßig dicke Scheiben schneiden, damit alle Stücke später gleich schnell garen. Sichtbare Häutchen und derbe Adern dabei mit der Messerspitze wegschneiden, weil sie sich beim Braten zusammenziehen und zäh bleiben.

  2. Zwiebel und Äpfel schneiden

    Die Zwiebel schälen, halbieren und quer in Scheiben schneiden. Die Äpfel ebenfalls schälen und das Kerngehäuse mit einem Apfelausstecher oder am Viertel mit dem Messer herausschneiden, damit keine harten Reste in der Pfanne landen. Anschließend auch die Äpfel in Scheiben schneiden und dabei auf eine ähnliche Stärke wie bei den Zwiebeln achten, damit beides gleichmäßig weich wird. Die Apfelscheiben bis zur Verwendung locker abgedeckt beiseitestellen, leichtes Nachdunkeln ist unbedenklich.

  3. Leber scharf anbraten

    Das Butterschmalz in einer weiten Pfanne erhitzen, bis es flüssig ist und nicht mehr schäumt. Die Leberscheiben mit Abstand einlegen und bei großer Hitze scharf anbraten, bis sie außen kräftig gebräunt sind und sich von selbst vom Pfannenboden lösen. Erst danach salzen und pfeffern, denn Salz zieht Saft aus der Leber und bremst die Bräunung. Die Leber herausnehmen und beiseitestellen, die Pfanne mit dem Bratfett wird gleich weiterverwendet. Der häufigste Fehler ist eine überfüllte Pfanne, in der die Scheiben nur noch dünsten statt zu braten.

  4. Zwiebeln und Äpfel anschwitzen

    Die Hitze auf mittlere Stufe zurückschalten und die Zwiebelscheiben in das verbliebene Bratfett geben. Unter gelegentlichem Rühren schwitzen, bis die Zwiebeln zusammenfallen, glasig aussehen und mild duften, aber noch keine braune Farbe annehmen. Dann die Apfelscheiben dazugeben und nur kurz mitschwitzen, damit sie Aroma abgeben und trotzdem ihre Form behalten. Zu heißes Fett lässt die Zwiebeln an den Rändern verbrennen und macht die spätere Sauce bitter.

  5. Sauce binden

    Die gebundene Wildsauce und die Sahne angießen und dabei den Bratensatz mit einem Holzlöffel vom Pfannenboden lösen, weil dort der meiste Geschmack sitzt. Die Sauce offen einreduzieren lassen, bis sie sichtbar dickflüssiger wird und den Löffelrücken leicht überzieht. Das Apfelmus einrühren und abschmecken, die Sauce soll fruchtig, aber nicht süß schmecken. Zum Schluss die glatt angerührte Speisestärke unter ständigem Rühren in die leise simmernde Sauce einlaufen lassen und einmal aufkochen, denn direkt eingestreutes Pulver bildet Klümpchen.

  6. Leber in die Sauce geben

    Die Hitze deutlich reduzieren und die beiseitegestellten Leberscheiben samt ausgetretenem Fleischsaft in die Sauce legen. Die Sauce nun nur noch leise ziehen und etwas einreduzieren lassen, es dürfen keine sprudelnden Blasen mehr aufsteigen. Kocht die Leber ein zweites Mal durch, wird sie trocken, körnig und verliert ihren milden Geschmack. Fertig ist das Gericht, wenn die Scheiben innen heiß sind und die Sauce sie gleichmäßig überzieht.

  7. Anrichten und servieren

    Die Wildschweinleber mit den Apfelscheiben auf vorgewärmten Tellern dekorativ anrichten und mit der Sauce überziehen. Die Petersilie waschen, gut trocken schütteln, fein hacken und erst unmittelbar vor dem Servieren darüberstreuen, damit sie ihre frische Farbe behält. Je einen Klecks Schmand daraufgeben und mit Schnittlauch sowie Tomatenecken ausgarnieren. Dazu Kartoffelpüree und gemischten Salat reichen und zügig servieren, denn Leber kühlt auf kalten Tellern schnell aus.

Noch besser genießen

Tipps & Beilagen

Schneiden Sie die Leber etwa einen Zentimeter dick, dann bleibt sie innen saftig; dünnere Scheiben trocknen im heißen Butterschmalz aus, dickere brauchen zu lange und bräunen ungleichmäßig.

Zum Kartoffelpüree und der fruchtigen Sauce passt ein trockener Riesling oder ein leichter Spätburgunder.

Wildfleisch online kaufen

Passend zum Rezept

Wildschwein-Filet

Das Wildschwein-Filet ist in der Küche als feinstes Teilstück des Tieres bekannt. Es wird von der Innenseite des Rückenknochens abgelöst und daher auch Innenfilet genannt. Unser Wildschwein-Filet ist frei von Sehnen, Fett sowie Bindegewebe und dadurch besonders mager und zart. Das Wildschwein-Filet ist hervorragend im Ganzen oder als Medaillons geschnitten zum Kurzbraten geeignet. Probieren Sie es einfach aus. Kaufen Sie jetzt online unser Wildschwein-Filet und erhalten…

26,77  pro 450 g | (59,50 /kg)
inkl. 7 % MwSt. zzgl. Versandkosten
Zum Produkt

Für unseren Newsletter anmelden

Wir nutzen den Newsletterdienst Mailchimp. Mit der Eintragung in unserem Newsletter stimmen Sie auch zu, dass wir Ihre hier angegebenen Daten an Mailchimp für den Newsletterversand übergeben dürfen. Weitere Informationen finden Sie in den Mailchimp-Nutzungsbedingungen.